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Kiefernholznematode, ein 1 mm kleiner Fadenwurm bedroht heimische Nadelwälder

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Donnerstag, 23. Februar 2012 Impressum Kontakt Sitemap Glossar
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Inhalt

Kiefernholznematode, ein 1 mm kleiner Fadenwurm bedroht heimische Nadelwälder


 

Was Sie tun können

Wir bitten Sie um Ihre Mithilfe bei der Suche nach diesem gefährlichen Quarantäneschadorganismus, der unseren Waldkiefern zum Verhängnis werden könnte.

Da der innereuropäische Warenhandel, auch aus pflanzengesundheitlicher Sicht nicht anmeldepflichtig ist, liegen uns keine konkreten Daten über die nach Deutschland gelangten Holzwaren vor. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie Rund- / Schnittholz oder Verpackungsholz aus Portugal importierten. Bitte teilen Sie uns vor allem auch Ihre Warenimporte mit, welche mit Holz in Form von Holzpaletten, Holzgestellen, Holzkisten oder Stauholz verpackt sind. Wir würden dieses Holz gerne für Sie kostenlos auf Befall hin untersuchen. Für Sie entstehen dadurch keinerlei Kosten.

Bitte rufen Sie uns unter folgender Tel.Nr: 02291-9230-32 an oder senden uns eine E-Mail an info@forstschutz.nrw.de.

Wenn sich Ihr Firmensitz nicht in Nordrhein-Westfalen befindet, bitten wir Sie sich bei den Pflanzenschutzdienststellen der für Sie zuständigen Länder zu melden

Verbreitungsgeschichte und rechtliche Regelungen

Kiefernholznematoden
Mikroskopische Aufnahme der 1 mm kleinen Fadenwürmer; Bildautor: T.Schröder, JKI
Der Kiefernholznematode, Bursaphelenchus xylophilus, ist in Nordamerika und Mexiko beheimatet und kommt in den dort heimischen Kiefernarten weit verbreitet vor. Dort bewirkt ein „Befall“ keinen Schaden, da sich die Kiefern und der Parasit im Laufe der Evolution aneinander angepasst haben. Von Amerika ausgehend, wurde der Nematode vermutlich Anfang des letzten Jahrhunderts nach Japan verschleppt und dort lange Zeit nicht erkannt. Als dann in den 1970’er Jahren bekannt wurde, dass ein winziger, nur ca. 1 mm großer Fadenwurm Verursacher der verheerenden Kiefernwelke war (derzeit jährlich ca. 1 Million m³ Schadholz), welcher ganze Wälder innerhalb weniger Monate letal schädigen konnte, wurde der Schädling weltweit in die Quarantänebestimmungen aufgenommen.

 

Dennoch hat sich der Kiefernholznematode weiter ausgebreitet und richtet heute außer in Japan vor allem in China, Taiwan und Korea und seit 1999 auch in Portugal zum Teil große Schäden an. Das Verbreitungsgebiet innerhalb der EU war vor 10 Jahren auf einen überschaubaren Bereich im Südwesten Portugals beschränkt. Seit 2008 gilt quasi das gesamte portugiesische Festland als Befallsgebiet, wodurch die Pufferzone bereits auf Spanien ausgebreitet werden musste. Die EU-Kommission hat auf die sich dramatisch zugespitzte Situation in Portugal reagiert und den Umgang mit Verpackungsmaterial mit Ursprung Portugal in den Entscheidungen 2008/954/EG vom 15. Dezember 2008, 2009/420/EG vom 28.05.2009 und 2009/462/EG vom 12.06.2009 neu geregelt.

Bis heute konnte dieser Befall in Portugal jedoch weder getilgt noch gestoppt werden. Die Gefahr der Einschleppung dieses Quarantäneschadorganismus nach Deutschland in Rundholz, in Schnittholz und vor allem in Form von Verpackungsholz war noch nie so hoch.

Biologie, Risikoeinschätzung und Infoblatt

Bild_Kiefernholznematode
Die Übertragung des Nematoden von Baum zu Baum erfolgt beim Reifungsfraß und der Eiablage von Käfern der Gattung Monochamus. Geschädigt werden in erster Linie Kiefern. Es ist aber davon auszugehen, dass praktisch alle Nadelhölzer von dem Nematoden befallen werden können und er sich in den Bäumen etablieren, sich dort ggf, symptomlos vermehren und sich so weiter verbreiten kann. Wie Untersuchungen des JKI zeigen, kann Bursaphelenchus xylophilus aber erst bei Tagesmittelwerten von mehr als 20 ° C seine schädigende Wirkung entfalten. Diese Rahmenbedingungen herrschten in NRW während des Sommers 2003 vor
(Gummersbach, 01.01.2010)

Für Fragen, Anregungen und Kommentare steht Ihnen unsere Pressestelle zur Verfügung: presse@wald-und-holz.nrw.de



 

 

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